Das Gefängnis Spandau 1918-1947
     
Johannes Fülberth

Das Gefängnis Spandau 1918-1947

Strafvollzug in Demokratie und Diktatur

366 Seiten, 18 Abb., 16,0 x 23,8 cm, Gebunden mit Schutzumschlag
Juli 2014
52,– €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-95410-034-7
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Rudolf Heß – fast nur durch diesen Namen ist das Gefängnis Spandau heute noch bekannt. Hier, im Alliierten Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau, verbüßte der Stellvertreter Adolf Hitlers 40 Jahre seiner Haftstrafe bis zu seinem Tod 1987. Doch die Geschichte des Gefängnisses Spandau beginnt bereits früher. Johannes Fülberth geht dieser Geschichte von 1919–1947 nach. Detailliert und quellengesättigt untersucht er die Zustände in der Haftanstalt von der Weimarer Republik über das Dritte Reich bis hin zu dessen Zusammenbruch und den ersten Jahren unter der Herrschaft der Alliierten. Anhand einzelner Gefangenenschicksale sowie Personalakten von Beamten, Unterlagen der aufsichtführenden Behörden und bisher unveröffentlichter Fotos rekonstruiert er den Alltag in dem Gefängnis, die gesundheitlichen wie hygienischen Verhältnisse und den Umgang zwischen Aufsehern und Insassen sowie den Insassen untereinander. So entsteht eine anschauliche Darstellung der Welt hinter den Mauern, die vor den Augen der Öffentlichkeit sonst weitgehend verborgen bleibt. Seine Ergebnisse ordnet der Autor stets in den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Kontext der Zeit ein.

„Das Gefängnis Spandau“ ist allerdings nicht nur eine Abhandlung über eine einzelne Haftanstalt: Der staatliche Umgang mit Delinquenten und die Auffassung darüber, warum ein Mensch zum Straftäter wird, geben Aufschluss über das Menschenbild und das Selbstverständnis der Weimarer Republik einerseits und des NS-Regimes andererseits.

 

Auf literaturkritik.de findet sich eine Rezension zum Buch.

 


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Johannes Fülberth

Johannes Fülberth

Johannes Fülberth, geboren 1979, studierte an der Freien Universität Berlin Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaften und Soziologie. Während seiner Promotion zum Gefängnis Spandau 1918–1947 war er Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. Von 2012 bis 2014 war er Bibliotheksreferendar an der Staatsbibliothek zu Berlin/Bibliotheksakademie Bayern.

Pressestimmen

»... der Leser erkennt, wie anschaulich Geschichte beschrieben werden kann.«
Tagesspiegel

»Vorbildliche Geschichtsforschung«
Dr. Kurt Schilde, literaturkritik.de

»[Der Autor] analysierte Gefangenenunterlagen, Behördendokumente und rekonstruierte so den Gefängnisalltag.«
Peter Kirschey, neues deutschland

»Im Hinblick auf die Geschichte der preußischen Staatsgefängnisse und die Rekonstruktion der Topographie totaler Institutionen ist Johannes Fülberth ein wichtiger, detailreicher wie anregender Beitrag gelungen.«
H/Soz/Kult

Leseproben & Dokumente

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Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.
Isaac Newton (1643-1727)

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