Am 4. Juni 2012 stellten die Herausgeber Astrid Köhler, Jan Kostka und Daniel Argelès (v.l.n.r.) im Literaturforum im Brecht-Haus den Sammelband "Leben in Berlin - Leben in vielen Welten. Klaus Schlesinger und seine Stadt" vor. Der Band versammelt die Ergebnisse einer Tagung, die im Mai 2011 anlässlich von Schlesingers zehntem Todestag in Berlin stattfand.

Schlesinger_Buchvorstellung_klein

Klaus Schlesinger (1937-2001) war Berliner und Berlin-Autor. Die Spannungen und Umbrüche der deutschen Zeitgeschichte hat er in dieser Stadt erlebt, seine Arbeit und seine Biografie als Schriftsteller waren immer von ihrem kulturellen und politischen Klima geprägt.

Hitlers "Reichshauptstadt", die Kriegsstadt, Trümmerstadt, Zonenstadt, die "in Stücke zerlegte" und schließlich "irgendwie wieder zusammengeheftete Stadt": All diese haben sich in Klaus Schlesingers Texte eingeschrieben, wie auch er und sein Werk zum Bild Berlins gehören und mitgeprägt haben.

Das vorliegende Buch geht jenem wechselseitigen Prozess des Einschreibens genauer nach. Die Beiträge würdigen die Bedeutung Schlesingers in seinem zeitgeschichtlichen und aktuellen Kontext, sie rekonstruieren die literarischen Traditionen, in denen er schrieb, und sie untersuchen, welche Rolle Berlin und die Orte dieser Stadt in seinen Texten und für seine Figuren spielen.

Leser, die nicht lesen können, sind ein Trost für Autoren, die nicht schreiben können.
Manfred Hinrich, (*1926)

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