Lieferbar seit der letzten Juni-Woche: "Hauptstadtanspruch und symbolische Politik" von Michael C. Bienert. In den Jahrzehnten der deutschen Teilung bestanden vielfältige enge Beziehungen und Bindungen zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland. Diese wurden während der 1950er und 1960er Jahre durch große symbolische Gesten unterstrichen. Damit verband sich bei vielen Menschen die Hoffnung auf eine baldige Wiedervereinigung. Je länger die Teilung des Landes dauerte, desto mehr veränderten sich allerdings die Ziele und der grundsätzliche Charakter der Bundespräsenz.
Historiker, Politikwissenschaftler und Archivare gehen in dem Band unterschiedlichen Facetten der symbolischen Politik für Berlin nach. Die westdeutschen Finanzhilfen kommen ebenso zur Sprache wie das wechselvolle deutsch-deutsche Verhältnis und die Auswirkungen auf die internationale Politik. So entsteht ein differenziertes Bild dieses weithin in Vergessenheit geratenen Kapitels der deutschen Zeitgeschichte.
"Hauptstadtanspruch und symbolische Politik" ist der erste Band der neuen Schriftenreihe der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv.
Alles, was uns umgibt, ist Schrift; der Mensch muß nur lernen, sie zu lesen.
Bernhard Martin

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