Über einen der Großen des europäischen Jazz berichtete am 29.06/01.07. die TAZ.

Eddie Rosner war eine Ausnahmegestalt, die zwei Diktaturen überlebte. In Berlin machte er bereits in jungen Jahren als Mitglied der "Weintraub Syncopators" Karriere. Als Jude in Deutschland ab 1933 nicht mehr sicher, führte ihn ein unruhiges Leben durch ganz Europa. 1939 landete er schließlich in der Sowjetunion, wo er als "Westimport" im Zweiten Weltkrieg schnell zu einem Superstar mit eigenem Jazzorchester wurde. Nach Kriegsende wurde er jedoch als Verräter gebrandmarkt und zu 10 Jahren Arbeitslager verurteilt. Aber auch als Gulag-Häftling machte Rosner Musik und konnte nach Stalins Tod in Moskau an seinen alten Ruhm anknüpfen, bis er schließlich 1973 nach (West-)Berlin zurückkehrte. Dort konnte er nicht wieder an seine alten Erfolge anknüpfen.

Wolfgang Benz zum Buch "Von Hitler vertrieben von Stalin verfolgt" und Rosners Schicksal: „Mir scheint das Buch auch ein Lehrstück über die Schwierigkeit des Zurückkehrens in ein neues Deutschland, in dem man vergessen worden ist".

Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.
Benjamin Franklin (1706-1790)

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