Am 01.03.2012 fand die Buchpremiere von "Der dunkle Ort" in der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin statt. Dirk von Nayhaus und Maggie Riepl stellten ihr Buchprojekt zusammen mit den Zeitzeuginnen Ellen Thiemann und Catharina Mäge vor und standen zum Gespräch bereit.

"Der dunkle Ort" stellt 25 Frauenschicksale vor, die in der DDR-Frauengefängnis Hoheneck waren. Diese ehemalige Zuchanstalt im sächsischen Stollberg ist kaum jemanden geläufig, obwohl ähnlich brutale Zustände wie im bekannteren Männergefängnis Bautzen herrschten. 40 Jahre lang war Hoheneck das zentrale und größte Frauengefängnis der Deutschen Demokratischen Republik. Die Bedingungen in Hoheneck waren menschenunwürdig. 1961 kamen immer mehr Republikflüchtlinge in das Zuchthaus. In den 1970er Jahren saßen zeitweise über 1.600 Frauen in dem hoffnungslos überbelegten Zuchthaus und in die Zellen wurden bis zu 30 Frauen gepfercht. 25 Frauen, die dort zwischen 1949 und 1989 als Politische Gefangene inhaftiert waren, berichten nun von ihren Erlebnissen in "Der dunkle Ort".

Am 01. März eröffnete gleichzeitig die Ausstellung "Das Frauengefängnis Hoheneck", die bis zum 4. April 2012 in der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin zu sehen sein wird. Ausgestellt werden die Portraits der 25 ehemals inhaftierten Frauen.

Am 19. Januar wurde im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums der Band „Roter Teppich für die Kultur“ der Öffentlichkeit präsentiert. Verleger Ulrich Hopp übergab gemeinsam mit den Herausgebern Wolfgang Börnsen, Eberhard Junkersdorf und Olaf Zimmermann sowie mit Iris Berben, der Präsidentin der Deutschen Filmakademie, ein Exemplar an Kulturstaatsminister Bernd Neumann, zu dessen Ehren diese Festschrift erschienen ist. Eine Laudatio auf Bernd Neumann hielten Klaus Staeck, der Präsident der Akademie der Künste, und Volker Kauder, der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Ebenfalls anwesend war der polnische Kulturminister Bogdan Zdrojewski, der Bernd Neumann im Anschluss die Goldene Medaille "Gloria Artis" verlieh, die höchste Auszeichnung der Republik Polen für Verdienste um die Kultur.


Foto: Eberhard Junkersdorf, Olaf Zimmermann, Iris Berben, Bernd Neumann, Wolfgang Börnsen, Ulrich Hopp (v.l.)

12.05.-17.07.2011

Die Verfolgung und Ermordung der deutschen und europäischen Juden gehört zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte des »Dritten Reichs«. Dabei ist die Rolle der unteren und mittleren Verwaltungsbürokratie noch keineswegs abschließend erforscht. Der vorliegende Band nimmt sich des Themas am Beispiel Brandenburg an.

am 26. Juni 2011 erscheint unser Buch über die Geschichte des Frauenfußballs in der DDR.

»Freigespielt« erzählt von fast vierzig Jahren Frauenfußball im geteilten Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schicksale von Sport und Spielerinnen in der ehemaligen DDR. Carina S. Linne erörtert erstmalig die wechselhafte Historie des DDR-Frauenfußballs von den Anfängen in den 1960er Jahren bis zur Zusammenführung beider Fußballnationen 1990.

 

Buchpremiere mit der Autorin Susanne Doetz
Dienstag, 21. Juni 2011

Am 1. Januar 1934 trat das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« in Kraft, auf dessen Grundlage rund 400.000 Menschen in Deutschland zwangssterilisiert wurden. Die Autorin beschreibt die praktische Umsetzung der nationalsozialistischen Erbgesundheitspolitik in der Reichshauptstadt Berlin am Beispiel der renommierten I. Berliner Universitätsfrauenklinik. Deren Leiter Walter Stoeckel, ein entschiedener Gegner von Schwangerschaftsunterbrechungen und Empfängnisverhütung, kommentierte das Gesetz eindeutig positiv. Im Vordergrund der Untersuchung stehen vor allem die zwangssterilisierten Frauen selbst, aber auch die Lebenswirklichkeit der zahlreichen Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern und Juristen, die an der Umsetzung dieser Zwangsmaßnahmen beteiligt waren.

 

In Bibliotheken fühlt man sich wie in der Gegenwart eines großen Kapitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.
J. W. von Goethe (1749-1832)

Neuerscheinungen