Rhoda Erdmann (1870–1935)
     
Hans-Christian Jasch

Rhoda Erdmann (1870–1935)

Leben und Karriere einer frühen Krebsforscherin zwischen internationaler Anerkennung und nationaler Marginalisierung

Hefte zur Geschichte der Charité - Universitätsmedizin Berlin [2]

48 Seiten, 15 Abb., 14,5 x 21 cm, Paperback
Dezember 2017
7,– €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-95410-206-8
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Rhoda Erdmann ist Mitbegründerin der Zellforschung, die zentrale Bedeutung für die Krebsforschung erlangte. In den 1920er Jahren wurde sie zu einer Art »Role Model« für Wissenschaftlerinnen.
Als Frau im wilhelminischen Deutschland konnte sie zunächst nur sehr eingeschränkt wissenschaftlich arbeiten und ging deswegen vor dem Ersten Weltkrieg in die USA. Ihre internationale Spitzenforschung entwickelte Rhoda Erdmann in den 1920er Jahren mit äußerst bescheidenen Mitteln und immer wieder gegen den Widerstand ihrer männlichen Kollegen. Obwohl sie weder »jüdischer Herkunft« noch Sozialistin oder Sozialdemokratin war, wurde Rhoda Erdmann nach 1933 denunziert und von der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität entlassen.


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Hans-Christian Jasch

Hans-Christian Jasch

Hans-Christian Jasch, geboren 1973, ist Jurist und Rechtshistoriker. Nach einer beruflichen Laufbahn beim Bundesministerium des Innern und der Europäischen Kommission wurde er im Mai 2014 Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Er ist Autor einer Reihe von Veröffentlichungen zur Verwaltungsgeschichte im »Dritten Reich« und hat eine biographische Untersuchung zum Staatssekretär im Reichsministerium des Innern, Wilhelm Stuckart, verfasst.

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Nichts setzt dem Fortschritt der Wissenschaft mehr Hindernis entgegen, als wenn man zu wissen glaubt, was man doch nicht weiß. In diesen Fehler fallen gewöhnlich die schwärmerischsten Erfinder von Hypothesen.
G. C. Lichtenberg (1742-1799)

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