Emil Kloth (1864-1943)
     
Rüdiger Zimmermann

Emil Kloth (1864-1943)

Vom marxistischen Gewerkschaftsvorsitzenden zum bekennenden Nazi

Schriftenreihe der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft [5]

112 Seiten, 2 Abb., 13,5 x 21,5 cm
Oktober 2014
19,95 €
sofort lieferbar
ISBN 978-3-95410-050-7
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Emil Kloth, von 1904 bis 1919 Vorsitzender des Deutschen Buchbinder-Verbandes, hat in der Historiographie der Gewerkschaften bislang kaum Aufmerksamkeit erfahren. Bekannt ist er durch seine publizistische Tätigkeit, seine zweibändige Geschichte des Buchbinderverbandes aus den Jahren 1910/1913 und eine Schrift mit dem Titel „Sozialdemokratie und Judentum“ aus dem Jahre 1920. Nachdem Kloth sich noch zu Zeiten des Sozialistengesetzes in den 1880er-Jahren Gewerkschaft und Sozialdemokratie angeschlossen hatte, durchlief er eine steile gewerkschaftliche Karriere und unterstützte ab 1914 wie die große Mehrheit der Gewerkschaftsvorstände die Kriegspolitik des Deutschen Reiches. Im Unterschied zur großen Mehrheit seiner einstmaligen Kollegen ging er jedoch nach Kriegsende nicht den Weg einer demokratischen Gewerkschaftsarbeit, sondern schloss sich nach verschiedenen Stationen im rechts-nationalen Spektrum 1932 der NSDAP an.
Die vorliegende Biographie liefert einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Gewerkschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt im Hinblick auf deren Haltung zum Ersten Weltkrieg.


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Rüdiger Zimmermann

Rüdiger Zimmermann

Rüdiger Zimmermann, geboren 1946. Studierte Geschichte, Politische Wissenschaften und Geografie an der Technischen Universität Darmstadt, Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung. Promotion 1976 bei Arcadius Gurland über den linkskommunistischen Leninbund. 1977 Assessorexamen am Bibliothekar-Lehrinstitut Köln; seit 1977 Fachreferent in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung. Von 1996 bis zur Pensionierung Oktober 2011 Leiter der Bibliothek. Von 1998 bis 2011 Vorstandsmitglied der International Association of Labour History Institutions.

 

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